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Vincent will MeerQuelle: AmazonEAN: 4011976874782 14,99 EUR
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Features
Beschreibung
Es war der letzte Wunsch seiner Mutter: noch einmal das Meer sehen. Doch jetzt ist Vincents Mutter tot. Und ihre Asche in einer Bonbondose unter seinem Bett. Vincent (Florian David Fitz) will ihr diesen letzten Wunsch erfüllen. Er wartet nur noch auf eine Gelegenheit aus dem Heim, in dem er wegen seines Tourette-Syndroms sitzt, auszureißen. Gemeinsam mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth), dem zwanghaften Alexander (Johannes Allmayer) und dem geklauten Auto der Heimärztin Dr. Rose (Katharina Müller-Elmau) macht er sich auf dem Weg nach Italien ans Meer. Sein Vater (Heino Ferch) und Frau Dr. Rose heften sich an ihre Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche, folgenreiche Reise an deren Ende nur eins sicher ist: Keiner wird je wieder so sein, wie er war.Kunden Meinungen
zum Heulen ... und ab und an zum Tränenlachen
Datum:31.08.2010 - Rating: 5/5Ich fand den Titel schonmal absolut überzeugend. Ich liebe Wortspiele.
Der Film lebt von tollen Hauptdarstellern, wunderbar komischen und teilweise auch tragischen Dialogen, einer sehr schönen Kameraführung (tolle Landschaftsaufnahmen, tolle Menschenbilder, super Lichtsituationen) und ist einfach herrlich flott und doch nicht zu schnell erzählt.
Ich kann nur sagen, dass hier ein nicht ganz einfaches Thema wunderbar behandelt wird und davor ziehe ich meinen Hut.
Vincent mit dem Tourettesyndrom, das manch einer außer mir sicherlich auch aus Southparkfolgen oder von den Comedians Mundstuhl kennt, hat natürlich nichts mit einer so lächerlichen Darstellung zu tun. Bei ihm sieht man, wie viel Leiden in dieser Krankheit steckt, auch wenn sie manchmal zu lustigen Situationen beiträgt. "Nein, diesmal war das schon so gemeint." zitiere ich mal Vincent frei aus dem Film (Auf den Wortlaut kann ich hierbei nicht schwören, aber sinngemäß ist es.), als er einen Ausdruck von sich gibt und sich sein Mitreisender, der Zwangsneurotiker, angegriffen fühlt.
Ein interessantes Trio bestehend aus Vincent, einem Zwangsneurotiker und einer Magersüchtigen begibt sich auf eine gemeinsame, recht chaotische Reise, die fast schon recht zu Beginn ein jähes Ende findet - würden die drei nicht so gut zusammenhalten und so ihre Verfolger austricksen.
Auch ein Duo findet sich im Film: Die etwas zu sensible Klinikärztin und Vincents Vater, der auf der Reise sein Herz wiederentdeckt.
(Selbst vom Magersüchtigsein "vorbelastet", beobachte ich Darstellungen von Magersüchtigen natürlich auch immer mit Argusaugen, dass da auch ja keine komischen Klischees entstehen. Bin mir nicht sicher, ob die Darstellerin mir nicht dünn genug war, aber der gesamte Typ Mensch war äußerst stimmig. Das muss ich wirklich loben!)
Klischee um Klischee abgehandelt
Datum:15.08.2010 - Rating: 2/5Vincent ist 27 Jahre alt und wird von seinem Vater, der Politiker ist und sich in seiner Position, durch seinen Tourette-erkranktem Sohn, bedroht fühlt, in eine Fachklinik gesteckt.
Da trifft er auf die magersüchtige Marie und den Neurotiker Alex, der sein Zimmerkollege ist.
Vincent hat Zuckungen, schneidet Grimasse und flucht unkontrolliert.
Vincent will allerdings ans Meer um die Asche seiner toten Mutter zu verstreuen.
Schwupps klaut man zusammen mit Marie das Auto der Ärztin und Alex, der einfach auf die Rückbank gesetzt wird.
Der Film läuft ziemlich vorhersehbar ab, es passiert nichts ungewöhnlich noch gibt es eine Wendung.
Obligatorisches Nicht-Bezahlen an der Tanke, Vincents Beleidigungen die ach so lustigerweise mal nicht mit Tourette zu tun haben, Marie bricht kurz vorm Meer dank Magersucht zusammen...(keine Angst, der Krankenwagen ist SOFORT da. Um die Tragik zu erhöhen will er natürlich die Asche seiner toten Mutter ans Meer bringen.
Hat man alles schon Millionen Mal in fast-gleichen Szenen gesehen.
Der Vater lässt sich durch die hübsche Ärztin natürlich sofort überzeugen, dass sein Sohn ihm doch was bedeutet.
Auch ist nicht wirklich ersichtlich, warum er erst mit 27! eine Behandlung bekommt.
Der Charakter Alex durchlebt 0 Entwicklung und nervt nur von der Rückbank.
Klischeetriefend ist auch die Szene wo man über eine grüne Wiese rennt, im Vordergrund die Alpen. Es soll wohl ein Gefühl von Freiheit vermittelt, wenn da noch ein Luftballon wegfliegt, eigentlich nicht möglich, da er mit dem Mund aufgeblasen wurde, aber egal.
2 Sterne vergebe ich dennoch. 1 für die Naturaufnahmen und 1 für die doch überzeugenden Leistung von Florian David Fitz als Vincent.
Ein Glücksfall
Datum:23.06.2010 - Rating: 5/5Wie gut der Film ist, erkennt man vor allem daran, was dabei alles hätte schiefgehen können: "Vincent will Meer" umschifft jede Peinlichkeit (scheinbar) mit einer solchen Leichtigkeit, dass man sich manchmal verblüfft die Augen reibt, wenn einem aufgeht, wie knapp das war. Tatsächlich stimmt hier alles: die Geschichte, das Timing, die Umsetzung. Herausgekommen ist ein schöner Film mit guten Schauspielern, stimmiger Musik und - man verzeihe mir das pathetische Wort - ergreifenden Bildern/Szenen/Stimmungen. Der Film selbst kommt zum Glück ohne jedes Pathos aus, versucht stattdessen jedem Charakter gerecht zu werden. Da scheint dann noch hinter dem ärgsten Klischee (wie dem Politikervater) irgendwann ein Mensch auf der Leinwand durch, und der Moment, in dem das geschieht, ist einer von jenen, in denen man gern die Zeit anhalten würde. Solche Momente gibt es einige in diesem rundum gelungenen, großartig gespielten Film, und weil das so ist, ist der Film, was er ist: ein Glücksfall.
toller Film über Freundschaften, Familie und die Suche des eigenen Glücks
Datum:09.06.2010 - Rating: 5/5Ich muss zugeben, ich hatte leichte Befürchtungen, dass dieser Film das Tourette-Syndrom ins Lächerliche zieht. Sicher war dies am Anfang des Films noch amüsant, doch im Laufe der Zeit empfindet man diese schreckliche Erkrankung überhaupt nicht mehr als lustig. Florian David Fitz spiel den Tourette-Erkrankten Vinzent wirklich überzeugend. Auch Karoline Herfurth spielt die anorektische Marie sehr gut. Im Film fiebert man mit den Protagonisten mit. Man hofft, sie finden auf ihrer Reise das Glück, jeder für sich selber.
Auch die Hintergrundgeschichte von Vinzent und seiner Familie wird sehr plastisch dargestellt und man erkennt, warum er nun mal ein so (teilweise aggressives) Verhalten an den Tag legt.
Fazit: Ein wirklich sehr amüsanter (das liegt auch sehr an dem Protagonisten Alex, der mit seiner Zwangsneurose einfach ein Brüller ist), emotionaler und einfach schöner Film, den man sich gerne ansehen sollte. Hier zeigt sich einfach mal wieder, dass das deutsche Kino keineswegs nur schlechte Proll-Filme oder Pro7-Produktionen hervorbringt.
Wirklich gut!
Datum:16.05.2010 - Rating: 5/5Ich war gestern im Kino und war danach überzeugt, die DVD kaufen zu müssen.
Dieser Film hat die Ausgewogenheit, die man bei manchen anderen vermisst. Er ist lustig aber trotzdem ernsthaft und vor allem ernst zu nehmen!
Am allermeisten beeindruckt hat mich jedoch das Ende, denn damit hatte ich in keinem Fall gerechnet. Was aber nicht heißen soll, dass es schlecht war! Es war einfach total unerwartet, man rechnet mit einem anderen Happy End, mit einer anderen Art! Es hat einem noch einmal gezeigt, wie ernst dieser Film zu nehmen ist.
Alles in Allem ein wirklich guter Film, den man sich zulegen sollte.






